Anästhesiepflege des Universitätsklinikums Neunkirchen optimiert den Ressourcen- und Energieverbrauch

NEUNKIRCHEN.Die Pflege der Anästhesie des Universitätsklinikums Neunkirchen initiiert ein Projekt für die Optimierung des Ressourcen- und Energieverbrauches ohne Qualitäts- und Leistungsverlust für die Patientinnen und Patienten.

Das Universitätsklinikum Neunkirchen hat ein innovatives Projekt in das Leben gerufen, mit dem Ziel, abteilungsinterne Prozesse, mit Schwerpunkt Müll- und Kostenreduktion, zu optimieren.

Das Pflege-Team der Anästhesie kann im Zuge der Projektphase etliche Erfolge nachweisen und hat bereits einige Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören beispielsweise die Stilllegung der Lachgasleitung im Klinikum und nach Bedarfsermittlung konnte man die Anzahl der Wärme- und Kühlschränkte um einiges reduzieren.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes ist bei Nichtnutzung bzw. nach Gebrauch das AGFS (Anästhesiegas-Fortleitungssystem) - Ventil abzustecken, um ca. 75% der CO2Emissionen und Stromkosten einzusparen.

Das hochmotivierte Anästhesieteam plant weitere Maßnahmen im Zuge des Projektes umzusetzen.
„Es wird nach biologisch abbaubaren Lösungen gesucht. Die Verbrauchsmaterialien wie zum Beispiel OP-Abdecktücher, OP-Mäntel, Tupfer, etc. werden angepasst, um einen Überschuss bei jeder Operation zu vermeiden. Energieraubende Wärmesysteme (2000 Watt u. mehr) werden durch qualitativ gleichwertige Geräte mit nur einem Zehntel des Energieverbrauchs ersetzt. Mein Team und ich achten stetig darauf, Einweggegenstände zu reduzieren und auf Mehrwegprodukte umzusteigen“, so die Stationsleitung der Abteilung für Anästhesie DGKP Gerhard Preier.

Weiters wurden alle sich im Betrieb befindlichen Narkosemaschinen auf ein Narkosegasrecycling-System umgerüstet. Dies bedeutet einerseits, dass das gebrauchte Narkosegas nicht mehr, wie bisher, in die Atmosphäre entweicht, sondern in einem speziellen Filtersystem gebunden wird. Aus dieser Bindung kann dann das Narkosegas herausgefiltert werden und wieder in entsprechende Behältnisse abgefüllt und wiederverwendet werden. Somit befindet sich das Narkosegas in einem Kreislaufsystem.

Durch die Kombination dieser Maßnahmen schafft es die Anästhesiepflege des Universitätsklinikums Neunkirchen, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und gleichzeitig den hohen Qualitätsstandard der Patientinnen- und Patientenversorgung zu halten.

BILDTEXT
v.l.n.r.: DGKP Nikta Eslami, BSc. und DGKP Gerhard Preier, Stationsleitung der Abteilung für Anästhesie präsentieren die Flasche mit Narkosegas und den dazugehörigen Filter.

Fotocredit: UK Neunkirchen

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