Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zwischen Niederösterreich und Tschechien: eine Erfolgsgeschichte geht weiter

Melk/St. Pölten. Die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheits- und Sozialbereich ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der lokalen Gesundheitsversorgung. Niederösterreich hat schon früh erkannt, dass Gesundheit und Krankheit keine Grenzen kennen. Im Rahmen der Initiative Healthacross setzt Niederösterreich deshalb seit vielen Jahren auf enge Zusammenarbeit mit seinen benachbarten Regionen in Tschechien, Slowakei und Ungarn. Durch den Austausch von Erfahrungen und durch die Vernetzung können neue Potenziale und Behandlungsmethoden erschlossen werden. Über die Auswirkungen der grenzüberschreitenden Aktivitäten im Gesundheitswesen auf die Grenzregionen hat sich neulich auch die Vorsitzende des Bundesrats, Margit Göll bei ihrem Besuch im Landesklinikum Melk ein Bild gemacht.

Niederösterreich, das im Herzen Europas liegt und an Tschechien, die Slowakei sowie unmittelbar an Ungarn grenzt, hat das Potenzial der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit frühzeitig erkannt. Dadurch kann die Region bis heute von einem regen Erfahrungsaustausch mit ihren Nachbarregionen profitieren. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien wurde auch von der Präsidentin des Bundesrats, Margit Göll hervorgehoben, die am Donnerstag, den 23. Mai 2024 das Landesklinikum Melk besucht hat und sich über die langjährige grenzüberschreitende Kooperation der beiden Länder informiert hat. Der Wissens- und Erfahrungsaustausch führt letztendlich zu einer Verbesserung der Qualität und des Zugangs zur Gesundheitsversorgung. Dank dem Austausch über die Behandlungsmethoden von Endometriose mit den tschechischen Kolleginnen und Kollegen aus dem Krankenhaus in Znaim, konnte im Rahmen des EU-Projektes „Gemeinsam Pressemitteilung Mai 2024 Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung zwischen Niederösterreich und Tschechien: eine Erfolgsgeschichte geht weiter Grenzenlos Gesund“ im Landesklinikum Melk das erste EU-zertifizierte EndometrioseZentrum in Niederösterreich aufgebaut werden. Der Wissensaustauch zwischen den Ärztinnen und Ärzten konnte so den langen Leidensweg der Patientinnen, die von dieser schmerzhaften Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut betroffen sind, verkürzen. Seit Projektbeginn wurden hier 858 Frauen ambulant behandelt und 697 Operationen durchgeführt. Nach erfolgreicher Behandlung konnten so 142 Kinder das Licht der Welt erblicken.

Die Präsidentin des Bundesrats, Margit Göll hat sich im Zuge ihres Besuchs im Landesklinikum Melk auch über weitere Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitswesen informiert, denn solche Projekte sind eine wichtige Grundlage für langjährige Kooperationen zwischen den Kliniken. Bei dem Erfahrungsaustausch kommen natürlich auch neue Themen für die Zusammenarbeit in den Vordergrund. Deshalb arbeitet aktuell das Krankenhaus in Znaim mit dem Landesklinikum Melk auch im Rahmen des Projektes Healthacross MED NET weiter. "Zukunftsweisende Gesundheitsinitiativen sind für Niederösterreich sehr wichtig. Einerseits gewährleisten sie eine wohnortnahe und schnelle medizinische Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger, andererseits ermöglichen sie uns, durch den länderübergreifenden Austausch von Ideen und Erfahrungen zu profitieren. Wir hoffen daher, dass die Patientinnen und Patienten in Niederösterreich in Zukunft von der erfolgreichen Kooperation mit den Nachbarländern noch mehr profitieren werden,“ so Margit Göll.


BILDTEXT
v.l.n.r.
Dr. Markus Klamminger, Direktor für Medizin und Pflege, NÖ Landesgesundheitsagentur Margit Göll, Präsidentin des Bundesrats Prim. Dr. Leopold Wanderer, ärztlicher Direktor im Landesklinikum Melk Oliver Kral, Bsc, MA, Stv. Pflegedirektor im Landesklinikum Melk
Fotocredit: © NÖ Landesgesundheitsagentur, Initiative Healthacross

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NÖ LGA - Direktion Medizin und Pflege
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